Oberschule Ehrenfriedersdorf

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2018-12-19

Miriam Pressler: Nathan und seine Kinder- Innerer Monolog des Tempelritters (Kapitel 5)

Das ist er also, der Patriarch von Jerusalem, welcher von der gesamten christlichen Welt beschützt und bewundert wird. Dieser dicke Mann soll eine apostolische Autorität sein? Für mich sieht er aus wie ein Elefant, ein großer dicker Elefant, der von allen Seiten verwöhnt wird. Nun gut, ich lasse mich erstmal überraschen, was er zu sagen hat und welchen Rat er mir geben wird.

Warum fragt er mich, weshalb mich Saladin, der große Sultan von Jerusalem, nicht wie alle anderen Tempelritter hinrichten lassen hatte? Mir fehlen die Worte! Woher sollte ich das wissen?  Warum will er, der große Patriarch, so etwas von mir wissen?  Was soll ich ihm jetzt antworten? Soll ich ihm jetzt sagen, dass ich es nicht weiß? Ich erzähle ihm das, was ich vermute...

Was meint er nun mit Gottes Wille? Wollte Gott, dass ich nicht wie alle anderen Tempelritter grausam hingerichtet werde? Warum hat Saladin keinen anderen Tempelritter am Leben gelassen? Warum genau mich, nur mich? Was hat das zu bedeuten? …eine bessere Aufgabe für mich? Was meint er damit? Ich bin verwirrt, ja, verzweifelt! Soll ich ihn fragen, was er damit meint? Nein, lieber nicht. So wie er mich anschaut, wie ein ungeduldiger Raubvogel mit großen glänzenden Augen, der auf seiner Beute wartet. Sein Blick wird immer strenger und ungeduldiger. Seine dicken Gesichtskonturen kommen zum Vorschein. Was habe ich ihm getan? Was habe ich falsch gemacht? Weshalb?

Er lächelt nun. Ist das ein gutes Zeichen? Was will er mir damit sagen? In meinem inneren Auge wiederholten sich die Worte, die er, der machtvolle Patriarch, zu mir sagte. Ich soll Saladin, den Sultan, ausspionieren, wenn nicht sogar umbringen. Mir schießt das Blut in den Kopf! Unerträglicher Schmerz kommt in mir auf. Warum? Warum soll ich Saladin umbringen? Wozu braucht er Hinweise über sein Heer? Saladin schenkte mir das Leben, aus welchem Grund auch immer. Und nun soll ich Saladin in den Rücken fallen?

Dieser miese Verräter, dieser Intrigant! Am liebsten würde ich das Schwert zücken... aber nein, zu viel Blut ist schon vergossen. Zorn steigt in mir auf! Jetzt droht er mir auch noch? Ich soll nichts über Gehorsamkeit wissen? Da irrst du dich! Ha, sehr wohl bin ich in Dankbarkeit ergeben, nur dir nicht, sondern dem Sultan, dem gütigen. Such dir statt meiner einen anderen Knecht!

Ich soll den Sultan persönlich vorbeibringen? Weshalb? Saladin war mir gegenüber großzügig! Soll ich diese Barmherzigkeit wirklich mit dem Tod vergelten? Nein! Ich werde ihn weder umbringen noch sein Herr ausspionieren! Ich werde nichts mehr für ihn, den großen Patriarchen, tun. Mir wird übel! Schnell, raus hier, sonst ersticke ich noch an Lügen und der unerträglichen Heuchelei!

Julian, Klasse 9



2018-04-23

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2016-12-19
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2016-04-11
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2016-04-11
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2016-02-02

Inspiriert durch ihre Gedichtrezitation "Die Schneefrau" im Rahmen des Deutschunterrichts Klasse 5 baute Lara Schlieder ihre Schneemann- Schneefrau- Version. Die Abschrift des Gedichts wurde von Lukas- Alexander Kreskowsky angefertigt.

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2015-12-17

Hänsel und Gretel-  mal ganz anders


Es waren einmal zwei Geschwister namens Hänsel und Gretel. Sie gingen in die Stadt, um zu bummeln. Da die Eltern wenig Geld hatten, holten sie die beiden Kinder nicht am vereinbarten Treffpunkt ab. Hänsel und Gretel verirrten sich in der Altstadt. Aber durch Google Maps fanden sie den Weg zurück nach Hause.
Die Eltern waren überrascht und schafften sie wieder in die Stadt, diesmal ohne Handy und ließen sie allein. Die Geschwister liefen durch die verschiedenen Geschäfte und wussten nicht mehr weiter. In der Altstadt sah Gretel ein merkwürdiges altes Haus. Aus diesem kam eine schrullige, alte Frau heraus und sie murmelte:  „Kommt in mein Haus– ich will für euch sorgen!“.  Da die alte Frau leckere Sachen von Mc Donalds hatte, gingen die Beiden mit ins Haus.
Hänsel wurde in ein Gefängnis gesperrt und dort gemästet. Jeden Tag fragte die alte Hexe: „Bist du dicker geworden?“  Hänsel antwortete: „Nein, ich bin immer noch so dünn!“.  Als Beweis hielt er eine Pommes durch die Gitter. Da die Hexe keine Brille von Fielmann hatte, dachte sie wirklich, es wäre ein dünner Finger.
Währenddessen musste sich Gretel um den Haushalt kümmern. Aber als die Hexe einmal schlief, versuchte Gretel sich aus dem Haus zu schleichen. Doch leider ging sofort die Alarmanlage los. Dadurch wachte die Hexe auf und Gretel rannte schnell zurück ins Haus. Das arme Kind musste wieder in ihre Besenkammer, während die Hexe in ihrem modernen Boxspringbett von Ikea weiterschlief.
Morgens wurde der neue Backofen von Mediamarkt durch Hermes angeliefert. Die Hexe beschloss, Hänsel noch mal mit Cup Cakes zu füttern, um ihn dann medium zu garen. Da die Anleitung nur online zu lesen war, musste Gretel der Alten den Backofen erklären. Die Hexe nahm Hänsel mit zum Ofen, dort sollte er gleich in den Backofen geschoben werden. Gretel ahnte, dass ihr Bruder in großer Gefahr war. Deshalb sagte sie zur Hexe: „Steck erst deine Hand in den Ofen, um die Temperatur zu prüfen!“  Hänsel gab der Alten einen Stoß und sie musste für immer garen. Gretel filmte heimlich alles mit einer bei Saturn geklauten Kamera.
Die schlauen Kinder fanden mit einem Navi der Hexe zurück nach Hause. Das Video stellten sie sofort auf Youtube und es wurde ein großer Erfolg mit 40.000.000.000 Klicks. Die Familie hatte dadurch wieder genug Geld und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.


Jannis Grimm, Kl.5c (2015/16)